Du siehst „Eau de Parfum“ auf fast jedem Parfümflakon und auf dem Etikett vieler Parfüm-Abfüllungen, doch der Begriff selbst sagt nichts über den Duft aus, sondern über die Konzentration. Eau de Parfum, abgekürzt EDP, gibt an, wie viel konzentriertes Duftöl in Alkohol gelöst wurde. Die Konzentration liegt irgendwo zwischen einem stärker verdünnten Eau de Toilette und einem Extrait oder Parfüm als höchster Konzentrationsstufe. Referenzquellen nennen übereinstimmend einen Richtwert von 15–20 % Duftöl für EDP. Jedes Haus dosiert jedoch anders, und der genaue Prozentsatz steht nur selten auf dem Verkaufslabel. In der Praxis bedeutet das, dass ein Eau de Parfum tendenziell intensiver ist und länger auf der Haut hält als die Eau-de-Toilette-Variante derselben Komposition. Dieses Verhältnis gilt jedoch nicht für jedes EDP/EDT-Paar auf dem Markt.
- EDP beschreibt einen Konzentrationsgrad des Duftöls, keine separate Duftkomposition – dasselbe Rezept kann es bei demselben Haus als EDT, EDP und manchmal auch als Extrait geben.
- Der von mehreren unabhängigen Quellen genannte Richtwert liegt bei 15–20 % Duftöl, verdünnt in Alkohol.
- Die Prozentangaben sind kein streng geregelter gesetzlicher Standard. Daher kann ein Eau de Toilette eines Hauses tatsächlich stärker konzentriert sein als ein Eau de Parfum eines anderen.
- Eine höhere Konzentration bedeutet in der Regel einen intensiveren Duft und eine längere Haltbarkeit, aber keine feste Anzahl von Stunden auf der Haut.
Was Eau de Parfum eigentlich bedeutet
Der Begriff bezeichnet eine Stufe auf einer umfassenderen Konzentrationsskala, die mit Eau de Cologne beginnt, über Eau de Toilette und Eau de Parfum bis hin zu Extrait oder Parfüm reicht, der höchsten Konzentrationsstufe. Jede Stufe enthält einen anderen Anteil an in Alkohol gelöstem Duftöl; der Rest besteht größtenteils aus Alkohol und Wasser. Zwei Flakons können dieselbe Duftkomposition mit denselben vom Haus angegebenen Noten enthalten und trotzdem separat als Eau de Toilette und Eau de Parfum verkauft werden, weil das Rezept unterschiedlich stark verdünnt wurde. Ein Haus kann sogar mehrere Konzentrationsvarianten unter verwandten Namen anbieten, zum Beispiel den Basisnamen und eine „Intense“-Variante. Das bedeutet nicht unbedingt, dass die Komposition völlig anders ist: Der Unterschied hängt oft davon ab, wie viel Duftöl verwendet wurde und wie der Grundakkord aufgebaut ist.
Wie viel Duftöl ein EDP tatsächlich enthält
Bei diesem Punkt nennen unabhängige Quellen ähnliche Zahlen. Der Wikipedia-Artikel über Parfüm beschreibt Eau de Parfum als Konzentrationsstufe mit einem typischen Anteil von 15–20 %, der meist mit etwa 15 % angegeben wird. Sie liegt zwischen Eau de Toilette (5–15 %) und Parfüm oder Extrait (15–30 %, wobei IFRA etwa 20 % nennt) (Quelle: Wikipedia, Artikel über Parfüm). Ein unabhängiger britischer Ratgeber nennt ähnliche Bereiche: Eau de Cologne 2–5 %, Eau de Toilette 5–15 %, Eau de Parfum 15–20 %, Extrait oder Parfüm 20–40 % oder mehr. Mit jeder höheren Stufe nimmt die Haltbarkeit zu (Quelle: Frugal Family). Eine Informationsseite über Parfümerie beschreibt EDP als eine Verdünnung von etwa 15–20 % aromatischen Extrakten in Alkohol, wobei es von Hersteller zu Hersteller Unterschiede gibt. Außerdem gibt sie an, dass Extrait im Allgemeinen doppelt so konzentriert ist wie ein EDP (Quelle: Typology). Keine dieser Quellen nennt einen verbindlichen gesetzlichen Standard für die Prozentangaben: Die Konvention hat sich in der Branche herausgebildet und beruht nicht auf einer strengen Regulierung. Daher gibt es die Unterschiede, die du von einem Haus zum anderen siehst.
Ein schneller Vergleich mit Eau de Toilette und Extrait
Wenn du dir nur eine Regel merken möchtest, dann die Reihenfolge, nicht die genauen Prozentangaben: Eau de Cologne, dann Eau de Toilette, dann Eau de Parfum, dann Extrait oder Parfüm – mit steigender Konzentration bei jeder Stufe. Einen ausführlicheren Vergleich zwischen EDP und Eau de Toilette, mit Blick auf den Charakter und die Situationen, zu denen sie jeweils passen, findest du in diesem eigenen Artikel: Eau de Toilette ausführlich erklärt. Zum Extrait mit seiner eigenen Anwendung und Empfehlungen findest du mehr im Ratgeber über Extrait de Parfum.
Wie sich die Konzentration auf die Intensität und die Haltbarkeit auf der Haut auswirkt
Ein höherer Anteil an Duftöl bedeutet im Allgemeinen, dass du die Komposition beim Auftragen deutlicher wahrnimmst und der Duft länger wahrnehmbar bleibt. Das erklärt, warum ein Eau de Parfum normalerweise für jemanden empfohlen wird, der eine deutlichere Präsenz möchte, ohne alle zwei Stunden nachzusprühen. Der Anteil an Duftöl ist jedoch nur einer der Faktoren, die darüber entscheiden, wie lange ein Parfüm auf der Haut hält: Die Duftkomposition selbst ist genauso wichtig, denn bestimmte Rohstoffe wie Harze, Hölzer oder Moschusnoten halten von Natur aus länger als Zitrus- oder grüne Noten – unabhängig von der Konzentration. Hinzu kommen die Haut jeder einzelnen Person, ihr Feuchtigkeitsgehalt, die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit an diesem Tag. All das verändert, wie stark und wie schnell ein Parfüm wahrgenommen wird.
Warum zwei EDPs unterschiedlich lange auf der Haut halten können
Zwei Menschen können dasselbe Eau de Parfum aus demselben Flakon auftragen und unterschiedliche Erfahrungen damit machen. Das bedeutet nicht, dass eine Person ein Parfüm von geringerer Qualität bekommen hat. Trockene Haut hält den Duft weniger gut als gut mit Feuchtigkeit versorgte Haut, und an einem warmen Tag verdunsten die Kopfnoten schneller. Deshalb kann ein Eau de Parfum eines Hauses auf deiner Haut weniger lange halten als ein Eau de Toilette eines anderen Hauses: Die höhere Konzentration und das Label „EDP“ sind lediglich Richtwerte und kein für alle gleiches, garantiertes Ergebnis. Wenn du die Begriffe für dieses Verhalten – Sillage, Projektion und Haltbarkeit – ausführlicher verstehen möchtest, findest du dazu einen eigenen Artikel: Sillage, Projektion, Haltbarkeit: Was die einzelnen Begriffe bedeuten.
Wo EDP zwischen Eau de Toilette und Extrait liegt
Kurz gesagt: Eau de Toilette ist als Richtwert stärker verdünnt und leichter auf der Haut. Deshalb wählen viele es für den Alltag oder als ersten Kontakt mit einer neuen Komposition. Extrait, auch Parfüm genannt, ist die höchste Konzentrationsstufe: Bei jeder Anwendung brauchst du weniger Flüssigkeit. Dadurch ist es sparsam im Gebrauch, kostet aber in der Regel pro Milliliter mehr als ein Eau de Parfum aus derselben Linie. Für viele ist Eau de Parfum der Mittelweg zwischen den beiden: präsent genug, um auch aus einiger Entfernung wahrnehmbar zu sein, aber ohne den Preis pro Milliliter eines Extraits. Wenn du gerade zwischen EDP und EDT eines bestimmten Parfüms wählst oder wissen möchtest, wie man ein Extrait aufträgt und für wen es geeignet ist, behandeln die dazugehörigen Artikel genau diese Themen.
EDPs aus dem Sortiment, die du vor dem Kauf des ganzen Flakons als Abfüllung ausprobieren kannst
Am sichersten findest du heraus, wie sich ein Eau de Parfum auf deiner Haut anfühlt, indem du es mehrere Tage hintereinander trägst – nicht, indem du darüber liest. Prada Paradoxe, ein florales, ambriertes Eau de Parfum aus unserem Sortiment, eröffnet mit Neroliknospen, Birne und Bergamotte, geht in Orangenblüte und Jasmin über und klingt mit einer Basis aus Amber, Bourbonvanille, Moschus und Benzoeharz aus, wie in der Produktbeschreibung angegeben. Bei einer solchen Komposition macht sich die Eau-de-Parfum-Konzentration tatsächlich bemerkbar, denn die Basisnoten haben im Laufe eines ganzen Tages Zeit, sich auf der Haut zu entwickeln, und nicht nur in den ersten Stunden.

Eine 2–3-ml-Abfüllung von Paradoxe gibt dir genau den nötigen Spielraum dafür: genug Parfüm, um es im Büro, dann am Abend und am dritten Tag zu tragen und selbst zu beobachten, wie sich die Konzentration auf deiner Haut entwickelt – ganz ohne dich auf einen ganzen Flakon festzulegen. Wenn du eine andere Komposition bevorzugst, ebenfalls ein Eau de Parfum, ist YSL Libre ein weiteres Beispiel aus dem Sortiment mit einem eigenen Artikel, in dem du die Noten und den vollständigen Duftkontext findest. Wie viele Anwendungen du aus einer Abfüllung jeder Größe bekommst, zeigt der Größenratgeber anhand von 2, 3, 5 und 10 ml. Und wenn du dich fragst, woher die Abfüllungen kommen und wie sie aus Originalflakons abgefüllt werden, erklärt die Seite So funktioniert es den Ablauf Schritt für Schritt.
Über Paradoxe hinaus findest du in der Kollektion der Designerdüfte weitere Eau-de-Parfum-Düfte, die du auf dieselbe Weise als Abfüllung ausprobieren kannst, bevor du entscheidest, welcher davon für dich den ganzen Flakon wert ist.
Häufig gestellte Fragen zu Eau de Parfum
Wofür steht die Abkürzung EDP? EDP steht für „Eau de Parfum“ und bezeichnet den Konzentrationsgrad des Duftöls in einem Flakon – als Richtwert 15–20 %, verdünnt in Alkohol. Es ist weder eine eigene Duftart noch eine Garantie für eine höhere Qualität als Eau de Toilette.
Warum kann ein EDP auf der Haut schwächer wirken als ein EDT eines anderen Hauses? Weil die Prozentangaben kein streng geregelter gesetzlicher Standard sind und jedes Haus anders dosiert. Ein gut komponiertes Eau de Toilette eines Hauses, das großzügig mit Duftöl umgeht, kann länger halten als ein Eau de Parfum, das nahe an der unteren Grenze des Konzentrationsbereichs verdünnt wurde.
Wie lange hält ein Eau de Parfum tatsächlich auf der Haut? Es gibt keine feste Stundenzahl, die für alle EDPs gilt: Die Duftkomposition, der Hauttyp und die Bedingungen an diesem Tag zählen genauso viel wie der Anteil an Duftöl. Am sichersten findest du heraus, wie lange es genau bei dir hält, indem du es mehrere Tage trägst, am besten aus einer kleinen Abfüllung.
